Hepatologie

Die Hepatologie ist ein Spezialgebiet der Gastroenterologie und befasst sich mit den Krankheiten der Leber (Erläuterung in Wikipedia). Im Gegensatz zu den übrigen Erkrankungen der Gastroenterologie, verlaufen die Lebererkrankungen in der Regel zunächst unbemerkt und werden zufällig entdeckt (erhöhte Leberwerte, Vorsorgeuntersuchungen). Die Lebererkrankungen werden ansonsten erst bemerkt, wenn die Leber bereits sehr schwer geschädigt ist (Leberversagen). Ein Leberversagen kann sich beispielsweise durch Bauchwasser (Aszites), Müdigkeit (hepatische Enzephalopathie) oder Gelbfärbung der Haut und der Augen (Ikterus) äußern.

Im Endstadium einer Lebererkrankung ist häufig eine Lebertransplantation erforderlich. Daher sollten die Lebererkrankungen bereits möglichst früh diagnostiziert und behandelt werden. Zu den häufigsten und wichtigsten Lebererkrankungen zählen:

Chronische Virushepatitis B und C

Fettleber (durch Alkohol oder im Rahmen einer Fettstoffwechselstörung)

Hämochromatose (genetische Eisenspeicherkrankheit)

Vergleichsweise seltene Lebererkrankungen sind dagegen die Autoimmunerkrankungen (primär sklerosierende Cholangitis, primär biliäre Cirrhose, Autoimmunhepatitis) und die seltenen erblichen Stoffwechselstörungen (M. Wilson, Alpha1-Antitrypsinmangel).

Die Diagnose einer Lebererkrankung kann in der Regel durch Laboruntersuchungen gestellt werden. Eine Leberbiopsie ist nur selten erforderlich. Das Ausmaß einer Leberschädigung kann durch Ultraschalluntersuchungen der Leber abgeschätzt werden (Zeichen einer Leberzirrhose).